Aufgaben und Problemstellung:

  • Optimale Nutzung des Energieträgers Biogas (Biomethan) für Strom und Abwärme
  • Einspeisung von aufbereitetem Biogas in die öffentlichen Gasnetze (seit Februar 2008 möglich)
  • Steigerung des Gesamtwirkungsgrades einer einzelnen Biogasanlage, weil dadurch das Abnahmepotenzial erhöht wird
  • Nutzung von Biogas durch Endabnehmer.

Technischer Lösungsansatz:

Gastrennung und Aufbereitung:

Biogas beinhaltet 50-60 % Methan und ca 50 % Kohlendioxid

  • Gastrennung in Methan und Kohlendioxid
  • Entschwefelung und Trocknung
  • Nutzung von Technologien zur Emissionsvermeidung

Verfahren die zum Einsatz kommen:

  • Druckwasserwäsche
  • Druckwechseladsorption
  • Selexolwäsche
  • Aminwäsche

Durch die Aufbereitung wird der Methananteil entsprechend erhöht, so dass ein vergleichbarer Heizwert wie Erdgas erreicht wird (> 10 kWh/m³ / Normbedingungen). Dies ist die technische Grundlage für die Einspeisung in das Erdgasnetz.
Die Nutzung von Bioerdgas an einem anderen Standort, zum Beispiel für Kraft-Wärme-Kopplung,  wird nur kaufmännisch bilanziert; d.h. es wird genau so viel Gas (bezogen auf den Heizwert) entnommen, wie an anderer Stelle Bioerdgas eingespeist wird.
Da Bioerdgas zu den erneuerbaren Energien zählt, wird sein Einsatz insbesondere bei Kraft-Wärme-Kopplung staatlich gefördert

Ergebnis:

Die Wirtschaftlichkeit einer Bioerdgasanlage hängt entscheidend vom Mengendurchsatz, Standort, verfügbarkeit von Rohstoffen und der Vergütung für Bioerdgas ab.

Für potenzielle Nutzer / Abnehmer von Bioerdgas lohnt es sich, sich frühzeitig über verfügbare Potenziale zu informieren, um später langfristig eine kostengünstige Versorgungsvariante entwickeln zu können.

Hinweis: Alle hier angegebenen Hinweise auf staatliche Förderungen sind unverbindlich, da sie einer ständigen Veränderung unterliegen. Jeweils aktuelle verbindliche Informationen sind vom Bund bzw. von den Ländern anzufordern!